Die Geschichte des Dekanates Neumarkt

1538
Pfalzgraf Friedrich II., Statthalter der Kurpfalz für die „Obere Pfalz“ in der Residenz Neumarkt, genehmigt auf Verlangen der Bevölkerung die evangelische Predigt und das Abendmahl mit Brot und Wein. Es entstehen Gemeinden in einem geordneten und verfassten evangelischen Kirchenwesen.

Merianstich

Merianstich von Neumarkt

1556
Nach dem Tode von Kurfürst Friedrich II. stellt sich seine evangelische Witwe Dorothea, eine dänische Prinzessin, tatkräftig und schützend vor ihre evangelischen Untertanen. Sie sorgt für den Erhalt des Luthertums. Lediglich die Neumarkter Hofkirche wird zeitweise calvinistisch.

Grafik Wolfsteiner Wappen

1558
Die evangelisch-lutherische Superintendentur Neumarkt (heute Dekanat) entsteht. Zu ihr gehören die Pfarreien Berg, Berngau, Deining, Dietkirchen, Döllwang, Freystadt, Großalfalterbach, Günching, Hagenhausen, Hausheim, Heng, Hohenfels, Holnstein, Lauterhofen, Lengenfeld, Litzlohe, Möning, Neumarkt, Oberrohrenstadt, Oberwiesenacker, Pavelsbach, Pfaffenhofen, Pölling, Pollanten, Seligenporten, Sindelbach, Staufersbuch, Stöckelsberg, Tauernfeld, Thann, Traunfeld, Utzenhofen, Waldkirchen, Waltersberg, Wappersdorf, Wattenberg, Weidenwang und Wissing.

Grafik

 

 

1561
Die Reichsfreiherren von Wolfstein, Herren von Sulzbürg und Pyrbaum, führen in ihrer Besitzung, dem „Landl“, die Reformation ein.

 Christian Albrecht Graf von Wolfstein


GrafikWolfsteiner Gesangbuch

1574
Magister Thomas Stiebar wird Pfarrer in Sulzbürg und Inhaber der Superintendentur (heute Dekanat). Im gleichen Jahr gibt er die „Christliche Instructio“ und eine Kirchenordnung für das Wolfsteinische Gebiet heraus, ergänzt durch eine Ordinations- und Installationsordnung, eine Pfarrerdienstverpflichtung sowie durch einen eigenen Katechismus.

 

 

1580
Die Pfarreien Forchheim und Pelchenhofen kommen zur Superintendentur dazu. Diese erstreckt sich über 40 Pfarreien und damit über ein Gebiet, das mit Ausnahme seines südlichen Teils um Berching in etwa dem Landkreis Neumarkt entspricht.

1583
Der Sulzbürger Pfarrer Thomas Stiebar wechselt auf die Pfarrstelle Pyrbaum unter Beibehaltung des Superintendentenamtes (heute Dekan).

1626
Im Zuge der Gegenreformation endet nach 68 Jahren die Superintendentur Neumarkt, der Vorläufer des heutigen Dekanates.

1648
Nach dem Dreißigjährigen Krieg finden österreichische Exulanten aus dem „Ländchen ob der Enns“ Aufnahme in der Grafschaft Wolfstein (daher heißt das Gebiet um Sulzbürg auch heute noch „das Landl“). Sie waren trotz rigoroser Forderungen der geistlichen Obrigkeit ihrem protestantischen Glauben treu geblieben und boten durch ihre unbeugsame Glaubenshaltung die Gewähr für das Weiterbestehen evangelischer Tradition im Wolfsteiner „Landl“.

1655
Die letzten Evangelischen müssen die Stadt Neumarkt verlassen. Nach wie vor leben jedoch viele lutherische Christen in der Grafschaft Wolfstein.

1719
Ein eigenes Wolfsteinsches Gesangbuch erscheint, das bis 1809 in Gebrauch ist.

Foto

1740
Als die Grafschaft durch den Tod des letzten Wolfsteiners zu Bayern kommt, ist Sulzkirchen Dekanatssitz. Obwohl an Ausdehnung klein, handelt es sich doch um das erste geschlossene lutherische Gebiet in Bayern mit neun Pfarreien und elf evangelischen Gotteshäusern, und damit um den ersten Grundstock der künftigen evangelischen Landeskirche.

1814
Wechsel des Dekanatssitzes von Sulzkirchen nach Pyrbaum.

1827
Umbenennung des Dekanates in „Dekanat Pyrbaum“.

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St. Georgskirche Sulzkirchen mit Main-Donau-Kanal

1855
Im 19. Jahrhundert ziehen wieder evangelisch-lutherische Christen nach Neumarkt. 1854 erwerben sie einen Teil der ehemaligen Kapuzinerkirche. Nach einem Umbau wird diese 1855 als evangelische Kirche eingeweiht. 1857 und 1938 wird die Kirche durch Zukauf weiterer Teile der früheren Kapuzinerkirche erweitert.

1857
Errichtung eines Vikariates in Neumarkt.

1891
Allersberg erhält einen Betsaal.

1897
Einweihung der Kirche in Ebenried.

1914
Errichtung des Dekanates Neumarkt. Es dürfte eine Kuriosität darstellen, dass Neumarkt zwei Jahre zuvor noch Vikariat war und erst 1912 Pfarrei wurde. Zum Dekanat gehören außer Neumarkt die neun Kirchengemeinden der früheren Grafschaft Wolfstein: Bachhausen, Mühlhausen, Sulzbürg, Rocksdorf, Kerkhofen, Hofen, Sulzkirchen, Oberndorf, Ebenried und Pyrbaum. Erster Dekan wird D. Ernst Burger.

1920
Dekan Markus Ammon

1923
Gründung des Jugendbundes Hofen-Kerkhofen, 1924 Aufnahme in den Deutschen EC-Verband, heute Landeskirchliche Gemeinschaft.

1925
Anfänge der Freizeiten und Erholungsmaßnahmen in Sulzbürg für evangelische Arbeiterinnen mit dem späteren Bau des Familienerholungsheimes.

1928
Zum Dekanat gehört die Kirchengemeinde Beilngries.
Dekan Dr. phil. Theodor Stark

1933
Einweihung der Kirche in Allersberg.

1936
Dekan Karl Krodel.

1944
Die Zahl der Evangelischen im Dekanat Neumarkt beträgt 4 580.

1948
Zum Dekanat gehört die Kirchengemeinde Parsberg.

1950
Die Zahl der Evangelischen im Dekanat Neumarkt ist auf 11 884 gewachsen.

1955
Einweihung der neuen evangelischen Kirche in Berching.

1956
Gründung des Vereins für Innere Mission, der die Trägerschaft für das Altenheim in Sulzbürg übernimmt und eine Bezirksfürsorgerin anstellt.

1957
Zum Dekanat gehört die Kirchengemeinde Allersberg. Die Ausdehnung des Dekanates beträgt über 1400 Quadratkilometer, der Durchmesser 54 km.

1960
Dekan Friedrich Hofmann.

1968
Einweihung des Seniorenheimes „Martin-Schalling-Haus“ in Neumarkt. Nach einer Erweiterung im Jahr 1990 bietet die Einrichtung der Diakonie inzwischen 84 Wohn- und Pflegeplätze an.

1971
Dekan Rudolf Kahle.
Der „Verein für Innere Mission“ wird in „Diakonisches Werk Neumarkt/Opf. e.V.“ umbenannt.

1972
Erster Dekanatskirchentag in Dietfurt mit Oberkirchenrat Hermann Bürckstümmer und dem späteren Regensburger Kreisdekan Gotthart Preiser. Über 700 Gemeindeglieder nehmen daran teil.

1983
Dekan Peter Smolka.

1986
Gründung des Evangelischen Bildungswerkes durch die 11 Kirchengemeinden des Dekanatsbezirks.

1995
Dekan Hans-Gerch Philippi.

1998
Dekan Dr. Wolfgang Bub.
Landesbischof Hermann von Loewenich besucht zur Landesgartenschau das Dekanat.

 Grafik Evangelische Kirche, 1907

2000
Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ist Gast beim Jahresempfang des Dekanates. Er hält einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Einheit in Verschiedenheit. Überlegungen zur ökumenischen Situation“.
Die Zahl der Evangelischen im Dekanat beträgt 18 387. Durch weitere Zuzüge v.a. in Allersberg, Pyrbaum und Neumarkt wird sie in den nächsten Jahren weiter steigen.

2001
Bei der Tagung der Dekanatssynode am 11. Mai wurde das Präsidium und der Dekanatsausschusses neu gewählt. Nach vielen Jahren ist das Dekanat mit Gerhard Emmerling, Sulzkirchen, mit einem eigenen Synodalen in der Landessynode vertreten. Beim Dekanatsjahresempfang am 1. Oktober im Neumarkter Reitstadel war der Pfarrer und Liedermacher Wolfgang Buck zu Gast.

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Landesbischof Dr. Johannes Friedrich trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Neumarkt ein.

2002
„LebensWert – wir treten dafür ein“ war das Thema des Dekanatskirchentages am 9. Juni in der großen Jurahalle in Neumarkt. Über 1000 Gäste nahmen daran teil.  Kreisdekan i.R. Gotthart Preiser predigte im Gottesdienst. Prominenter Redner beim Dekanatsjahresempfang am 31. Oktober war der Fernsehmoderator und EKD-Synodale Peter Hahne, Berlin.

2003
„Classic meets Klezmer“, unter diesem Motto stand der Dekanatsjahresempfang am 24. Oktober mit der jüdischen Klarinettistin Irith Gabriely und dem Pianisten Peter Przystaniak.

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Dekanatsjahresempfang: Dekan Dr. Wolfgang Bub (re.) und Präsidiumsmitglied Christa Gebhardt mit dem ehemaligen Kreisdekan von Regensburg Gotthart Preiser.

2004
Zu einem Partnerschaftsbesuch reisten im März/April Helga Loré (Parsberg), Petra Roll, Eugen Bernhard (beide Neumarkt) und Friedrich Hauth (Allersberg) nach Uglpeng/Papua Neuguinea. Prominente Gäste (Volker Heißmann und Siegfried Fietz) waren beim Dekanatskirchentag am 4. Juli in Freystadt, Thema: „Kann denn Kirche fröhlich sein?“. Kreisdekan i.R. Gotthart Preiser sprach beim Dekanatsjahresempfang am 22. Oktober zum Thema „Vorbilder braucht das Land“. Das Dekanat Neumarkt kann auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken.

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Partnerschaftsbesuch in Uglpeng/Papua Neuguinea

2005
Beim Dekanatsjahresempfang am 9. Oktober war das bayerische Pfarrkabarett „Das weiß-blaue Beffchen“ zu Gast. Höhepunkt des Jahres war der Besuch von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich im Dekanat am 11. und 12. Dezember. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Christuskirche in Neumarkt predigte er im Festgottesdienst. Anschließend besuchte er die Gemeinden Pyrbaum, Allersberg, Sulzbürg und Dietfurt. Weiter stand auf dem Besuchsprogramm der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Emmerling in Kerkhofen, der Leb-mit-Laden des Diakonischen Werkes Neumarkt sowie die Firma Pfleiderer, Neumarkt. Im Dekanat leben über 19.000 evangelische Gemeindeglieder.

 

2006
Am 21. Januar wurde das neue Gemeindehaus in Allersberg durch den Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss eingeweiht, der am 6. Juli das Diakonischen Werk Neumarkt besucht hat. Über den innerkirchlichen Finanzausgleich, den künftigen Unterhalt kirchlicher Gebäude und die Finanzierung der Kindergärten informierte am 24./25. März Oberkirchenrat Dr. Hartmut Böttcher. Der Neumarkter Pfarrer Jens Hans übernahm im Oktober das Amt des Dekanats-missionspfarrers von Pfarrer i.R. Hans Luther und der Neumarkter Pfarrer Peter Loos wurde als Senior des Pfarrkapitels wiedergewählt. Nach den Kirchenvorstandswahlen am 22. Okto-ber sprach Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss beim Dekanatsempfang am 31. Oktober zum Thema „Warum es eine evangelische Kirche geben muss."

2007
Zu Beginn des Jahres startete im Dekanatsbezirk die bayernweite „Wachswaren-Aktion" des Diakonischen Werkes, bei der aus Wachsresten aus unseren Kirchen in den Herzogsägmühler Heimen neue Kerzen gegossen wurden. Das Dekanatsfrauenteam wurde neu gewählt wie auch das Präsidium der Dekanatssynode und der Dekanatsausschuss. In Sulzbürg wurde der „Verein zur Hilfe für die Ukraine" gegründet, auf dessen Einladung elf Kinder aus der Ukraine ihre Ferienzeit in der dortigen Tagungsstätte verbringen konnten. Am 17. Juni fand der Dekanatskirchentag in Neumarkt unter dem Thema „lebendig – kräftig –stärker" mit Regio-nalbischof Dr. Hans-Martin Weiss, Pater Anselm Grün und den Liedermachern Clemens Bittlinger und Johannes M. Roth statt. Nach einjähriger Vakanz hat im September die Kirchengemeinde Sulzkirchen/Oberndorf mit Pfarrer Tobias Schäfer wieder einen Pfarrer, der dann auch das Amt des Dekanatsjugendpfarrers übernommen hat. Während die evangelistische Jugendveranstaltung „Jesus House" im Neumarkter Turnerheim durchgeführt worden ist, fand in Buchberg der Dekanatskindertag statt. Beim Dekanatsempfang am 27. Oktober trat der Pfarrer und Liedermacher Wolfgang Buck mit seinem Programm „Wis Wedda wird" im Reitstadel auf. In die Landessynode wurden Karl Georg Haubelt aus Stulln und Gerhard Emmerling aus Sulzkirchen als dessen Stellvertreter gewählt. Im Dezember wurde die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes eröffnet.
Jubiläen
50 Jahre evangelischer Kindergarten im Wilhelm-Löhe-Haus in Neumarkt
50 Jahre Kirchengemeinde Allersberg
75 Jahre Kantorei Neumarkt
150 Jahre Kirchengemeinde Neumarkt

2008
Die in der Landeskirche eingeführte Vereinbarung zwischen dem Dekanatsbezirk und der Landeskirchlichen Gemeinschaft wird unterschrieben vom Dekan und von der Landeskirch-lichen Gemeinschaft Hofen/Kerkhofen. Die Kirchenvorstehertagung stand unter dem Thema „Ehrenamt". Der Dekanatskindertag fand in Pyrbaum statt, während vom 20. bis 22. Juni in Sulzkirchen mit vielen Veranstaltungen, einer Ausstellung und einem Festgottesdienst das 950-jährige Jubiläum der Kirchengemeinde begangen worden ist. Am 27. Juli wurde Dekan Dr. Wolfgang Bub nach zehnjährigem Dienst im Reitstadel verabschiedet. Im Juni/Juli war eine Delegation mit zwei Männern und zwei Frauen unserer Partnergemeinde aus dem Lutheran Highlands Seminary Uglpleng/Papua-Neuguinea in allen Gemeinden des Dekanats zu Gast. Nach der 2007 abgeschlossenen Restaurierung der Grablege der Wolfsteiner in der Sulzbürger St. Michaelskirche wurde am 28. September diese mit einem Gottesdienst mit Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Am 3. Oktober wurde die Palliativstation am Neumarkter Klinikum eingeweiht und Pfarrerin Katharina Thoma mit der seelsorgerlichen Betreuung der Patienten der Palliativstation beauftragt. Referentin bei der Dekanatssynode am 25. Oktober in Allersberg war die Präsidentin der Landessynode, Frau Dr. Dorothea Deneke-Stoll zum Thema „Aktuelle Entwicklungen in der bayerischen Landeskirche insbesondere zum Klimaschutz. Am 31. Oktober fand in Sulzkirchen erstmals ein zentraler Gottesdienst zum Reformationstag für alle Gemeinden des Dekanatsbezirks statt. Beim Jahresempfang des Dekanatsbezirks am 10. November sprach Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a.D. und Mitglied der Landes-synode zum Thema „Was ich meiner Kirche in das Stammbuch schreiben möchte".
Jubiläen neben 950 Jahre Kirchengemeinde Sulzkirchen
50 Jahre Evangelische Landjugend Sulzkirchen
75 Jahre Christuskirche Allersberg
80 Jahre Christuskirche Beilngries

2009
Diakon Detlef Edelmann begann am 1. Januar als Nachfolger von Diakon Herbert Lang seine Arbeit als neuet Geschäftsführer der Diakonischen Werke Altdorf, Hersbruck und Neumarkt. Kantor Michael Roth vertritt die Dekanatskantorin Beatrice Höhn in deren Funktion für etwa zwei Jahre. Der Weltgebetstag der Frauen wurde am 6. März mit Texten aus Papua-Neuguinea gefeiert. Am 8. März wurde der bisherige VELKD-Oberkirchenrat Dr. Norbert Dennerlein in das Amt des Dekans des Neumarkter Dekanatsbezirks eingeführt. Am 15. März wurde Diakon Ernst Damm nach 42-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet, der als „Mr. Bildungswerk" immer wieder neue Maßstäbe gesetzt hatte. Vom 29. März bis 5. April wurde „Pro Christ" durchgeführt, an dem sich auch die katholischen Pfarreien beteiligt haben. Während sich die Dekanatssynode mit den Berichten aus den verschiedenen Arbeitbereichen beschäftigte trat beim Dekanatsjahresempfang das 4-köpfige Pfarrer-Kaberett äußerst unterhaltsam zum Thema „Die Pfarrer-Mangel" auf. Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss visitierte im Dezember des Neumarkter Dekanatsbezirk.

2010
Die bayernweite „Aktion Fastenopfer – Hoffnung für Osteuropa" wurde vom 18. bis 21. Februar in Anwesentheit von Synodalsenior Joel Ruml aus Prag in der Neumarker Christuskirche und mit einem Empfang im Rathaus eröffnet. Am 5. März fand der Weltgebetstag der Frauen mit Texten aus Kamerun im Berching statt. Als neuer Leiter des Martin-Schalling-Hauses wurde Anfang April Diakon Richard Hain vorgestellt und Karin Hirschmann übernimmt wenig später die Pflegedienstleitung. Evangelisches und katholisches Dekanat Neu-markt nahmen im Mai am Ökumenischen Kirchentag in München teil. Die Neumarkter Dekanatsjugend organisierte dabei einen Rockgottesdienst. Am Pfingstsonntag wurde anlässlich der 850-Jahrfeier der Stadt Neumarkt vor dem Rathaus eine ökumenischen Andacht und ein Te Deum gefeiert. Beim Dekanatskirchentag am 25. Juli predigte die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die ständige Vertreterin des Landesbischofs Dr. Heinrich Bedform-Strohm. Neu im Seelsorge-Team des Neumarkter Klinikums ist ab dem 1. Septem-ber der aus Nürnberg kommende Pfarrer Andreas Krestel. Nach den halbjährlichen Treffen zum Christlich-islamischen Dialog lud die Neumarkter Moschee auch die beiden Kirchen am 4. September ein zum Fastenbrechen – mit dabei die Generalkonsulin Öztürk-Cil und der Religionsattaché Dr. Cafer Acar. Anfang Oktober hieß bei der Eröffnung des Landfrauen-zentrums in Sulzbürg das Thema „Begegnen – bilden – und bewegen". Beim Dekanatsempfang am 19. November machte das „Joachim Werner Septett" einen musikalischen Streif-zug durch Jazz und klassische Musik und es wurde das gute Miteinander von Kirche und Kommune betont. Der Dekanatsbezirk unterstützte die Partnergemeinde Ogelbeng mit einem Traktor, der bei der Bestellung der Felder des Pastorenseminars dringend gebraucht wurde.

2011
Nachdem sich Dekanatskantor Michael Roth im Februar nach München verabschiedet hatte, fand der Weltgebetstag der Frauen am 4. März in der Christuskirche mit Texten aus Chile statt. Die Evangelische Jugend des Dekanatsbezirks besuchte Im März nicht nur das Stammlager Auschwitz I, in dem Pater Maximilian Kolbe ermordet wurde, sondern auch das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und zuletzt Krakau. Ende März brachen vier Mitglieder des Partnerschaftskreises Ogelbeng zum Gegenbesuch ins Hochland von Papua-Neuguinea auf. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juli fanden unter dem Thema „Weltweit diskriminierte und verfolgte Christen" als Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Dekanate und ihrer Bildungswerke unter Federführung der CSU Neumarkt vier Abende und ein ökumenischer Gottesdienst statt, in dem Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß und der Eichstätter Bischof Dr. Gregor Maria Hanke gepredigt haben. Den Christlich-islamischen Dialog im Juni beschäf-tigten sich einerseits mit dem „Dschihad" und andererseits mit der Seligpreisung „Selig sind die Frieden stiften". Im Mittelpunkt der Dekanatssynode am 24. September stand das Thema „Ehrenamtliche gewinnen, begleiten und fördern" mit Reiner Appold vom Nürnberger Amt für Gemeindedienst. Beim dekanatsweiten Reformationsgottesdienst predigte am 31. Okto-ber Regionalbischof Dr. Hans-Martin-Weiß in Pyrbaum. Beim Dekanatsempfang sprach Prof. Dr. Margot Käßmann am 11. November zum Thema „Alles was zählt. Was zählt den alles" in den überfüllten Räumen des Maybach-Museums.

2012
Das „Evangelische Bildungswerk" feierte sein 25-jähriges Jubiläum mit der Festansprache von Pfr. Jens Colditz zum Thema „Wider die Ökonomisierung der Menschen" und es wurde die Plattform „Bildung gemeinsam gestalten" wurde gegründet, bei der sich Schulen und externe Bildungsanbieter über eine Homepage finden. Der Koptenbischof Anba Damian predigte auf Einladung beider Dekanate in einer ökumenischen Vesper in St. Johannes. In der Klinikseelsorge wurden „Paten" eingeführt, die Patienten nach ihrer Entlassung betreuen. Der „Christlich-islamische Dialog" wurde mit dem Thema „Basiswissen über Koran und Bibel" in der Hofpfarrei fortgesetzt. Am 21. Oktober wurden im Dekanatsbezirk in allen Kirchengemeinden die Kirchenvorstandsmitglieder unter dem Motto „Ich glaub. Ich wähl." gewählt. Beim Jahresempfang am 26. Oktober gab Clemens Bittlinger ein Konzert und es wurde über die weltweite Arbeit Christoffel-Blindenmission berichtet. Der Neumarkter Stadtrat stimmte dem „Kloster-Konzept" für das neue Dekanats- und Gemeindezentrum anstelle des ehemaligen Kapuzinerkloster direkt neben der Christuskirche zu.

2013
Im Februar wurden insgesamt 600 Gemeindeglieder aus dem Dekanatsbezirk zum Verhältnis zu ihrer Kirchengemeinde oder auch zur Rolle der Evangelischen Kirche in der Gesellschaft befragt. Am Sonntag Reminiszere gedachten die Kirchengemeinden am EKD-Gedenktag für bedrängte und verfolgte Christen, der schwierigen Lage der Christen vor allem in Indonesien, Afghanistan und im Irak, während vor dem Neumarkter Rathaus Unterschriften für die zum Tod durch den Strang verurteilte pakistanische Katholikin Asia Bibi gesammelt wurden. Der „Ökumenische Arbeitskreis Religionsfreiheit" wurde gegründet. Der Weltgebetstag der Frauen stand in allen Gemeinden unter dem Motto: „Ich war fremd, ihr habt mich aufgenommen." Bei der Dekanatssynode referierte Kirchenrat Daniel Dietzfelfinger über „Chancen und Stärken der Social Media". Festredner beim Dekanatskirchentag am 16. Juni war Landesbi-schof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der damit seinen „Antrittsbesuch" im Neumarkter Dekanatsbezirk gemacht hat. Sehr interessiert haben ihn die Stände der Gemeinden im „Markt der Möglichkeiten". Der „Christlich-isalmische Dialog" hatte zum Thema „Die Liebe aus der Sicht von Koran und Bibel". Der Religionsattaché Cafer Acar vom türkischen Konsulat referierte aus muslimischer Sicht. Beim Dekanatsempfang am 8. Juli begeisterte der fränkischer Liedermacher Wolfgang Buck, ein evangelischer Pfarrer, mit seinem Programm „Genau unterm Himmel". Der Jugenddiakon der Kirchengemeinde Marcus Hammacher übernahm die Organisation der ökumenischen Notfallseelsorge. Ein Festakt wurde anlässlich 25 Jahre Krankenhaushilfe im Klinikum gefeiert. Abbrucharbeiten mit Baggern für das neue Dekanats- und Gemeindezentrum wurden noch vor Weihnachten begonnen.

2014
Das Freizeitenheim im Grafenbucher Forst feierte sein 25-jähriges Bestehen. Der Weltgebetstag der Frauen stand ganz im Zeichen der Ereignisse der Situation der Frauen in Ägypten. Die Asylsozialberatungsstelle der Diakonie startete mit Magdalena Scholz. Zum 100. Geburtstag des Dekanatsbezirks gratulierte Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss mit einem spassig-hintergründigen Vortrag zum Thema „Luthers Humor". Eine Wanderausstellung über die Geschichte des Dekanatsbezirks tourte durch die Gemeinden. Der Münzverein gab zum Jubiläum eine Medaille heraus. Im Alter von 90 Jahren verstarb Christa Gebhardt, die über Jahrzehnte im Präsidium der Dekanatssynode und vierzig Jahre im Neumarkter Kirchenvor-stand sehr aktiv gewesen war. Bei der Dekanatssynode in Sulzkirchen sprach Kirchenrat Jörg Hammerbacher vom Landeskirchenamt zum Thema „Mit Geist und Segen. Mutig in die Zukunft." Beim gemeinsamen Reformationsgottesdienst predigte Georg Güntsch, der frü-here Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche ungewöhnlich humorvoll. Beim Dekanatsempfang sprach Stadtarchivar Frank Präger über die „Bedeutung der Evangelischen in der Geschichte Neumarkts". Beim Jahresempfang am 7. November trat Bernhard Neumann aus Wittenberg überraschend als überzeugender Martin Luther auf. Das Dekanat gab einen Radlführer für den Dekanatsbezirk heraus. Das Elend der Flüchtlinge war Thema in allen Christmetten.

2015
Am 5. Januar waren rund 700 Menschen dem Aufruf zur „Lichterkette gegen Intoleranz" in die Untere Marktstraße gefolgt, um einen toleranten Umgang mit den Flüchtlingen anzumahnen. Am 12. Januar fand in der St.-Anna-Kirche das erste der monatlichen „Ökumenischen Friedensgebete" statt, die reihum in allen Neumarkter Kirchen stattfinden. Beim Weltgebetstag der Frauen ging es um die Bahamas. Am 11. April gedachte man mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Johannes der Bombardierung Neumarkts vor 70 Jahren. Die ökumenische Asylberatung erhielt im April mit Sabine Tzschabaran eine zweite Beraterin. Vier Wochen lang waren ab dem 11. Juni zwei Pfarrer und eine Pfarrfrau aus dem Pastorenseminar Ogelpeng in Papua-Neuguinea bei uns in den Gemeinden des Dekanatsbezirks. Diese Partnerschaft besteht seit 30 Jahren. In 2-jährigem Abstand erfolgen die Besuche und Gegenbesuche. Am 26. September predigte der syrisch-orthodoxe Erzbischof Mor Dr. Julius Hanna Aydin von der syrisch-orthodoxen Kirche im Münster St. Johannes. Am 4. Oktober feierte der Hospizverein sein 20-jähriges Jubiläum. Ebenfalls das 20-jährige feierte die Son-nenorgel in der Christuskirche. Thema der Dekanatssynode am 10. Oktober waren die „Glaubenskurse". Am Reformationstag predigte im Dekanatsgottesdienst in Sulzbürg Pfarrer Udo Hahn, Direktor der Akademie Tutzing. Der Dekanatsempfang mit sehr viel Musik und Zeit zu Begegnungen war dem 100-jährigen Jubiläum des Dekanatsbezirks unter dem Bild des Regenbogens gewidmet. Der Dekanatsbezirk finanzierte seit dem 7. Dezember ein Kirchen-asyl für eine 6-köpfige kurdischen Familie – und das ganz ökumenisch im katholischen Pfarrhaus von St. Johannes.