Danke für Kirchensteuer und Kirchgeld!

Lebendige Vielfalt auf allen Ebenen

Die meisten Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zahlen Kirchensteuer und Kirchgeld. Doch was ist der Unterschied? Und was geschieht eigentlich damit?

Die Kirchensteuer ist ein am Einkommen orientierter Mitgliedsbeitrag. Die Höhe der Kirchensteuer richtet sich nach den individuellen Einkommensverhältnissen. Sie ist die finanzielle Basis für kirchliches Arbeiten in den Kirchengemeinden, aber auch für  überregionale Einrichtungen. Mit der Kirchensteuer – rund 65 Prozent der Gesamteinnahmen der bayerischen Landeskirche – wird diese Fülle wichtiger Dienste und Angebote möglich. So bleibt Kirche lebendig und gibt Unterstützung im Großen wie im Kleinen: Für Sie, Ihre Familie, Ihre Nachbarn, Ihre Kirchengemeinde. Ausführliche Informationen dazu, insbesondere über die Verteilung der landeskirchlichen Finanzmittel, finden Sie auf den Internetseiten der Bayerischen Landeskirche http://www.kirche-und-geld.de/kirchensteuer.php

Am Anfang jeden Jahres bedankt sich Frau Dekanin Christiane Murner persönlich bei den Kirchenmitgliedern für die Kirchensteuer des vergangenen Jahres. In einem Flyer wird exemplarisch dargestellt, in welche kirchlichen Angebote die Kirchensteuermittel des  jeweiligen Vorjahres im Dekanatsbezirk Neumarkt i.d.OPf. konkret geflossen sind. Welche dies im Jahr 2017 unter anderem waren, können Sie dem aktuellen Flyer entnehmen.

Auf die Frage, ob die Kirche sich für diese regelmäßige Unterstützung bei ihren Mitgliedern bedanken soll, hat Stefanie Finzel, Dekanatsreferentin mit Schwerpunkt Fundraising in Neumarkt i.d.OPf. eine ganz klare Antwort: Unbedingt. Denn auch wenn die Kirchensteuer keine freiwillige Abgabe ist, könnte man sich ihr durch Kirchenaustritt entziehen. Doch genau dies soll durch ein persönliches Dankeschön und eine Darstellung über die Verwendung des Geldes vor Ort verhindert werden.

Dekanatskantorin KMD Beatrice Höhn aus Neumarkt i.d.OPf. bedankt sich ganz konkret für die vielfältige Kirchenmusik, die durch Kirchensteuermittel ermöglicht wird und berichtet aus ihrer kirchenmusikalischen Praxis. Im oberpfälzischen Neumarkt ist die Kirchenmusik in Gottesdienst und Konzert sehr vielfältig und reicht vom Kinderchor über Posaunen- und Gospelchor bis hin zu Vokalensemble und Kantorei. Den Musikgottesdienst zum Kirchweihfest in Neumarkt gestalteten zum Beispiel Gospelchor, Kantorei und Posaunenchor gemeinsam. Und was wäre der Gottesdienst am Erntedankfest ohne die festlichen Bläserklänge des Posaunenchors? Oder der Familiengottesdienst an Heilig Abend ohne festliche Orgelmusik?

Und so bedanken wir uns an dieser Stelle bei Ihnen sehr herzlich für Ihre regelmäßige Unterstützung in Form Ihrer Kirchensteuer, mit der Sie viel Gutes tun!

Gleichermaßen dankbar sind wir für Ihr jährliches Kirchgeld. Wie Sie vielleicht schon wissen, ist das Kirchgeld ein Teil der Kirchensteuer, der nicht automatisch eingezogen wird. Aus diesem Grund bitten wir Sie darum, es selbst an Ihre eigene Kirchengemeinde zu entrichten. Dieser Teil kommt also Ihrer Kirchengemeinde direkt zugute, das heißt, Sie haben die Möglichkeit, ganz konkrete Projekte vor Ort zu unterstützen.

In den anderen Landeskirchen werden 9 % Kirchensteuer erhoben, in Bayern nur 8 %.  Auch deswegen sind die Kirchengemeinden auf das Kirchgeld angewiesen. Da es sich um keine freiwillige Spende handelt, sondern um einen Teil der Kirchensteuer, erhalten Sie über den Betrag leider keine Spendenquittung. Wie auch die Kirchensteuer, ist das Kirchgeld einkommensabhängig. Das jährliche allgemeine Kirchgeld beträgt mindestens 5 Euro und höchstens 120 Euro. Grundlage für die Selbsteinstufung der Mitglieder ist eine Tabelle. Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde legt die Kirchgeldforderung jährlich innerhalb eines Rahmens fest, zum Beispiel im Jahr 2018 wie folgt:

 Einkünfte (brutto)

 Kirchgeld in Euro

 0 – 8.999

 0

 9.000 – 9.999

 5

 10.000 – 24.999

 10 - 20

 25.000 – 39.999

 25 - 40

 40.000 – 54.999

 45 - 65

 55.000 – 69.999

 70 - 95

 70.000 und mehr

 100 - 120

Weitere Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie auf den Internetseiten der Bayerischen Landeskirche http://www.kirche-und-geld.de/kirchgeld.php

In der Regel werden Sie in einem persönlichen Anschreiben Ihres Pfarramtes an das Kirchgeld erinnert und über aktuelle Vorhaben informiert. Das kann zum Beispiel ein spezielles Kinder- und Jugendprojekt, eine diakonische Einrichtung oder der Bau eines neuen Gemeindezentrums sein. In jedem Fall sehen Sie in äußerst transparenter Art und Weise, wofür Ihr Kirchgeld verwendet wird.

Mit Ihrem Kirchgeld unterstützen Sie also direkt das Gemeindeleben vor Ort. Es ist eine große Hilfe für die Arbeit der vielen engagierten Menschen und damit eine sehr gute Möglichkeit, so quasi vor der eigenen Haustüre, Gutes zu tun.

Dafür ein großes Dankeschön!