Abschied von Lektorin Curtius beim fröhlichen Apfelfest

PARSBERG. Während die Kinder ein fröhliches Apfelfest gefeiert haben, wurde Lektorin Christel Curtius verabschiedet. „Viele Jahre hat sie ihre Gottesdienste nicht nach 0815-Manier gestaltet“, führte Pfarrer Richard Urschel in die Verabschiedung von Christel Curtius ein, „sondern so, dass es der Gemeinde gefallen hat“. Ihre Predigten hielt sie auf ihre persönliche Art, lobte Pfarrer Urschel, so dass sie von den Kirchenbesuchern verstanden wurde.

 
   

 

Die offizielle Verabschiedung nahm Dekanin Christiane Murner im Auftrag der Bayerischen Landeskirche vor. Auch die Dekanin hielt fest, dass Christl Curtius 32 Jahre lang vom Wort Gottes sprach, dass es jeder verstehen konnte. „Lektorin zu sein“, hob Christiane Murner hervor, „ist eine Errungenschaft der Reformation“. Wenn „einfache“ Menschen predigen, so die Dekanin, würden sie ganz anders zu den Menschen sprechen als ein Pfarrer.

 
   

 

 

„Ich habe dann aufgehört Gottesdienste zu halten“, sagte Curtius selbst, „solange mich die Menschen noch hören wollen“. Sie dankte Pfarrer Urschel dafür, dass er ihr stets die Freiheit gelassen habe, so zu den Menschen zu sprechen, wie es ihr ihr Ehemann Wolfgang Curtius nach ihren Gedanken aufgeschrieben habe. „Mein ganz besonderer Dank geht aber an die Gemeinde“, verabschiedete sich Christel Curtius aus dem Ehrenamt des Lektors.

Dieser offiziellen Verabschiedung ging ein fröhliches Apfelfest voraus, das die Kinder- und Jugend-Gottesdienstler (KiJuGo) unter Leitung von Marion Lenz als alljährliches Erntedankfest der evangelisch-lutherischen  Diasporagemeinde feiern. Unter den Klängen des „Trio con Brio“ mit dem Song „Eye of the tiger“ begann Fest um den Apfel.

„Vom Apfel können wir schon in der Bibel lesen“, stellte ein Mädchen heraus. Ein Junge betonte, dass bereits die Römer 30 Apfelsorten kannten und forderte seine Mitstreiter auf, doch symbolisch noch einige Apfelbäume zu pflanzen. Wer jeden Tag einen  Apfel isst, braucht keinen Doktor, meinten die Kinder. Aber ein Junge widersprach: „Schneewittchen wäre daran fast gestorben“.

Lustig endete das Fest mit einem Sketch von Elfriede Arlitt und Christel Curtius, der von Ämter-Bürokratismus und seinen Folgen handelte.

Text und Fotos: Günter Treiber